Tote Tiere im Internet

Ich habe, schon vor einiger Zeit, meinen ersten Bock geschossen. Natürlich habe ich mich riesig über den Jagderfolg gefreut und wollte sofort ein Bild von Bock und mir und Hund und überhaupt hier veröffentlichen. Tja, und dann habe ich das einer Jagdkollegin erzählt und die schaute mich mit großen Augen an und sagte: „Du darfst auf keinen Fall ein Foto von einem toten Tier im Internet veröffentlichen, das macht man nicht. Stell dir mal den Shitstorm vor, der arme Rehbock und dann sieht man ja auch den Einschuss. Du solltest immer nur Fotos von lebendigem Wild posten. Höchstens noch von Wildgerichten, aber niemals ein Foto mit dir und Waffe und erlegtem Wild – wie martialisch.“ Das hat mich nachdenklich gemacht.

img_2150Auf Twitter folge ich einigen Briten und die zeigen ihre Jagdstrecken stolz und mit tollen, geschmackvollen Fotos. Warum ist es für Briten so selbstverständlich ihre Jagdbeute zu zeigen und in Deutschland offenbar so verpönt? Wer sich für die Jagd interessiert sollte doch eigentlich mit Fotos von erlegtem Wild umgehen können – ich spreche jetzt nicht von blutigen Grusel-Szenen, sondern von respektvollen Erinnerungsbilder an das Jagderlebnis. Die meisten Jäger machen regelmäßig solche Bilder für sich und zum Vorzeigen unter Jagdkollegen, nur landen diese Bilder für gewöhnlich nicht in sozialen Medien (Twitter, Facebook) oder in Blogs. Nimmt die Jägerschaft, um nicht als fiese Killer dazustehen, schon vorsorglich Rücksicht? Dabei ist es nicht von der Hand zu weisen, dass wir Tiere töten. Nicht nur zur Gewinnung eines wertvollen Lebensmittels, sondern auch als aktiver Naturschutz.

Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen ein Bild von „meinem Bock“ hier zu posten. Stattdessen illustriert ein Bild ganz ohne tote Tiere, aber mit viel fast totem Laub, meinen Beitrag.

Die Prinzessin unter den Blumen – Die Gemeine Wegwarte

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Fundort: am Wegrand in sonniger Lage

Fundzeit: Mitte Juli

Die gemeine Wegwarte, auch unter dem Namen Zichorie bekannt, findet man an den Wegrändern in Mitteleuropa sehr häufig. Sie ist eine Pionierpflanze, das heißt dort wo noch fast nichts wachsen kann, ist die Wegwarte in der Lage zu wurzeln und sich zu verbreiten. Interessanterweise ist die Wegwarte die Mutter des Chicorée und des Radicchio. Die Wurzeln der Wurzelzichorie wurde als Kaffee-Ersatz geröstet, der sogenannte Muckefuck war geboren. Seit dem Mittelalter werden der Wegwarte selbst magische Kräfte zugeschrieben. Angeblich soll man einen Liebeszauber mit ihr ausführen können. Nach einer alten Sage ist nämlich die Wegwarte gar keine Blume, sondern eine verwunschene Prinzessin mit blauen Augen, die darauf wartete, dass ihr Prinz von seinem Kreuzzug zurückkehrt.

Jungjägersorgen

Kanin_Jul15Kaum hat man den Jagdschein, muss man furchtbar viel erledigen und besorgen. Ein Schrank und Waffen wollen ausgesucht und gekauft werden, es fehlt an Zubehör und Kleinkram. Stell dir vor, das erste was ich gekauft habe war eine Astschere. Manche Leitern und Sitze müssen erst frei geschnitten werden, gerade in diesem Sommer, der so feucht und warm ist, dass die Brombeeren wachsen wie Gift.

Alleine die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Schrank war nicht einfach. Er sollte nicht zu klein sein, denn ich wollte so schnell keinen neuen Schrank kaufen müssen, und in das Innenfach soll auch genug Munition passen. Gleichzeitig nicht zu groß, denn irgendwo muss das Monstrum ja auch stehen. Natürlich stellt sich auch die Frage nach der Sicherheitsstufe. Soll es ein toller (schwerer und teuerer) Nuller-Schrank werden, oder tut es auch ein einfacher Jägerschrank, also ein Schrank der Sicherheitsstufe A mit B Innenfach für Munition und gegebenenfalls Kurzwaffen. Vermutlich muss ich den Schrank irgendwann einmal umziehen, also habe ich mich für einen Jägerschrank mit Platz für 5 Langwaffen entschieden. Der sollte erstmal reichen. Unter den vielen Anbietern hat mich ein bekannter Versandhändler mit F überzeugt, dummerweise sind bei denen die Lieferzeiten recht lang. Gut, dass ich das vorher nicht wusste.

Jetzt will der Schrank „nur“ noch gefüllt werden. Glücklich ist, wer schon einen größeren Bekanntenkreis hat und so an Gebrauchtwaffen kommen kann. Neue Waffen sind nämlich ganz furchtbar teuer und die Optik erst. Tatsächlich fand sich für mich eine Repetierbüchse in 7×64 im Bekanntenkreis. Allerdings muss ich noch Munition dazu besorgen und die Waffe einschießen. Und passendes Putzzeug und eine Pufferpatrone habe ich auch noch nicht. Du siehst, da kommt einiges zusammen. Außerdem braucht man ein passendes Futteral mit Zahlenschloss um die Waffe nicht zugriffsbereit transportieren zu können.

Natürlich ist das alles jammern auf hohem Niveau, wenn man sich überlegt, dass ich schon eine Jagdgelegenheit habe und mein Lehrmeister sich wirklich phantastisch um mich kümmert und hilft wo er kann. Trotzdem bin ich froh, wenn ich eine einigermaßen vollständige Ausrüstung zusammen habe und es endlich richtig los gehen kann.

Jägerprüfung bestanden

Ich habe es tatsächlich bestanden, das grüne Abitur, wie es so schön heißt. Mit dem Bestehen der Jägerprüfung hat man aber mitnichten auch einen Jagdschein. Die Prüfung ist nur die Berechtigung zum Lösen des ersten Jagdscheins. Also stand ich nach der Prüfung mit dem Zeugnis in der Hand da und konnte mich nach all dem Stress irgendwie noch nicht so richtig freuen, denn einen Jagdschein hatte ich ja noch immer nicht. Die Freude kam erst am Tag nach der Prüfung, als ich auf der unteren Jagdbehörde meinen allerersten Jagdschein gelöst hatte. Mit dem grünen Heftchen in der Hand bin ich vor Freude fast zum Auto gehüpft statt gegangen.

Jetzt geht es aber mit dem Lernen übergangslos weiter, nur eben in der Praxis. Zum Glück habe ich die Möglichkeit einen erfahrenen Jäger zu begleiten, in einem Wald-Feld-Revier mit Wasser. Ich bin schon sehr gespannt was ich alles erleben werde. Natürlich höre ich jetzt nicht auf zu berichten, ich halte dich über Tiere und Pflanzen im Revier und Erlebnisse aus der Praxis auf dem Laufenden.

Schriftliche Prüfung

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Die schriftliche Prüfung ist geschafft. Ehrlich gesagt war ich an diesem Tag viel aufgeregter als ich es erwartet hatte. Mir war richtig schlecht. Im Grunde verlief die Prüfung dann nicht anders als erwartet – die Fragen waren fair und teilweise auch aus alten Prüfungen bekannt. Über manche Fragen habe ich mich natürlich trotzdem geärgert, also besser ich habe mich über mich selbst geärgert, weil ich die Fragen nicht beantworten konnte, obwohl ich wusste, dass eine solche Frage sehr wahrscheinlich dran kommen würde. Diese Themen werde ich mir für die mündlich/praktische Prüfung nochmal genau ansehen.

Im Sachgebiet 1 (Wildtierbiologie, Waldbau, etc.) gab es beispielsweise die Frage danach, wie man eine rote Ricke mit schwachen Kitz im November bewerten würde. Klar, das Stück hat noch nicht verfärbt und ist wohl in nicht allzu gutem Allgemeinzustand. Eine Entnahme habe ich allerdings nicht vorgeschlagen, obwohl das wohl richtig gewesen wäre.

Dagegen habe ich aus Sachgebiet 2 (Naturschutz, Jagdbetrieb etc.) nur in Erinnerung, dass ich wirklich froh war zu wissen wer so alles Insekten frisst. Das sind nämlich richtig viele Tiere, neben zahlreichen Vögeln auch Fledermäuse, Igel und Spitzmäuse. Natürlich auch einige Amphibien und Reptilien. Die von meinen Kollegen aus dem Kurs gefürchteten Fragen zum Thema Jagdhunde waren sehr entgegenkommend gestellt: Beispielsweise mussten Hunde einem zu ihrer Aufgabe passenden Revier zugeordnet werden. Wenn ich mich recht erinnere Pointer, Deutsch Drahthaar und Bayrischer Gebirgsschweißhund zu einem reinen Feldrevier, einem Wald-Feldrevier mit Wasser und einer waldreichen Gebirgsregion mit viel Rotwild.

Vor dem Sachgebiet 3 (Waffen, UVV etc.) hatte ich die meiste Angst. Glücklicherweise waren die meisten Fragen nicht schwierig. Das hätte für mich viel komplizierter werden können. Hier auch als Fazit: Für die mündliche Prüfung nochmal ordentlich nacharbeiten, vor allem Kaliber und Geschosstypen.

Am schwierigsten fand ich das Sachgebiet 4 (Recht), da muss ich wohl auch noch ein bisschen Zeit rein stecken. Besonders in die Aufgaben und Mitglieder der Jagdgenossenschaft und der Hegegemeinschaft. Besonders ärgerlich ist es, dass unsere Ausbilder uns immer wieder angehalten haben genau das gut zu lernen. Blöd, wenn ich das nicht ordentlich mache.

Das war die schriftliche Prüfung, jetzt könnte ich gedrückte Daumen für das Schießen und die mündlich/praktische Prüfung brauchen.

Vorstehhunde (Teil 1) – Pointer und Setter

Hier ist es diesen Monat noch stiller als sonst, ich stecke nämlich mitten in den Prüfungsvorbereitungen. Trotzdem nehme ich mir jetzt endlich die Zeit meine Serie über die Vorstehhunde zu beginnen. Ich fang mal am Anfang an, nämlich bei den Englischen und Irischen Vertretern.


Pointer (P)

English pointer.jpgDer Pointer ist der Feldspezialist unter den Vorstehern. Vermutlich kamen die ersten Pointer im 15. Jh. aus Spanien nach England und wurden dort zu dem heute bekannten Typ verfeinert. Seine Spezialität ist das Vorstehen, dass der Pointer im Namen trägt (englisch to point = vorstehen, anzeigen). Der Pointer ist unkupiert und kommt in verschiedenen Farben vor: Zitrone, Leberfarben, Leberfarben und Weiß, Orange, Orange und Weiß, Braun, Braun und Weiß (siehe Bild) , Schwarz, sowie Schwarz und Weiß. Besonders auffällig ist seine „Hechtnase“ und sein sehr kurzes, feines Fell ohne Unterwolle. Pointer sind in Deutschland recht selten, es gibt einfach nicht genug Feldreviere in denen so ein Spezialist wirklich gebraucht wird.

Englisch Setter (ES)

Working-dog-photography-shepherds-realm-andrew-fladeboe-17 (23280862586)Der English Setter ist ein mittelgroßer langhaariger Vorsteher, der von den Britischen Inseln stammt. Er wurde für die Vogeljagd gezüchtet, bei der er zunächst nicht vorstand, sondern vorsaß, daher der Name Setter. Es gibt eine Vielzahl an Farbvarianten, dabei ist eine weiße Grundfarbe mit vielen Tupfen gewünscht, während Platten ungern gesehen werden. Die Farbe der Tupfen darf schwarz, orange oder leber sein. Es gibt auch dreifarbige Englische Setter. Die Aufgabe des Englischen Setters ist die Feldsuche auf Federwild. Dabei sucht er mit hoher Nase systematisch große Flächen im Galopp ab und steht sobald er einen Vogel gefunden hat zuverlässig vor bis sein Hundeführer zur Stelle ist und den Vogel schießt.

Seter szkockiGorden Setter (GS)

Der Gordon Setter stammt ursprünglich aus Schottland und ist  nach seinem Züchter, Alexander the 4th Duke of Gordon, benannt. Sein langes Fell ist lackschwarz mit rotem Brand an Pfoten, Fang und über den Augen. Er ist der größte Vertreter der Setterfamilie und gleichzeitig mit dem Englischen Setter der am häufigsten jagdlich geführte Setter. Der Gordon Setter sucht ausdauernd und weiträumig im Galopp das Feld ab und steht ausgezeichnet vor. Gleichzeitig macht ihn sein sanftes Wesen zu einem angenehmen Hausgenossen. Man muss sich allerdings darauf gefasst machen, dass der Gordon Setter einen gewissen Wachtrieb hat.

IrishsetteronpointIrish Red Setter (IRS)

Der Irish Red Setter ist ein eleganter mittelgroßer Hund mit seidigem, langem, kastanienrotem Fell. Sein Spezialgebiet ist die Feldsuche. Es gibt allerdings auch einige wenige Rote Setter, die als Vollgebrauchshund geführt werden. Dem Irish Red Setter wird ein gewisser Starrsinn vorgeworfen, was vermutlich daher rührt, dass der Setter allgemein in einem sehr großen Radius jagt und es einen Moment dauert bis beispielsweise ein Pfiff bis zu ihm vordringt, gleichzeitig nimmt sein Rückweg eben auch Zeit in Anspruch. Viele Rote Setter werden als Familienhund gehalten, da sie durch ihr sanftes Wesen im Haus sehr angenehme Hunde sind.

IRWS_15

Irish Red and White Setter (IRWS)

Last but not least der Urvater der Roten Setter, der Irish Red and White Setter. Er ist kleiner und gedrungener als der Irish Red Setter und ebenso ein „Fernaufklärer“. Der IRWS hat eine ungeheure Kraft und Ausdauer bei der Feldsuche. Sein Fell soll lang und seidig sein und ist immer weiß mit roten Platten. Tupfen im Gesicht und an den Beinen, das sogenannte Ticking, sind unerwünscht. Im Haus sind die Rot-Weißen unauffällig, während sie draußen so richtig aufdrehen. In Deutschland gibt es nicht sehr viele Rot Weiße Setter in Jägerhand und noch weniger Züchter, die für den Jagdgebrauch züchten und ihre Welpen auch entsprechend prägen.

Weitere Informationen zu den hier vorgestellten Rassen findest du auf der Homepage des Vereins für Pointer und Setter e.V.

Bildquellen:
Pointer: GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=743666
Irish Red Setter: von Henktenklooster (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons
Gordon Setter: By No machine-readable author provided. Pleple2000 assumed (based on copyright claims). [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
English Setter: By ビッグアップジャパン from EARTH, EARTH [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Spaziergang am Fluss

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Gemeinsam mit meinem Hund Bullet laufe ich häufig, wer hätte das bei der Auswahl der hier gezeigten Pflanzen gedacht, an einem kleinen Fluss spazieren. Diesmal habe ich einfach mal einige der Tiere, Bäume und Pflanzen dort fotografiert und bestimmt. Nachdem die Waldexkursion nun schon eine ganze Weile her ist, war das eine gute Übung für mich. So langsam nimmt die Menge an Dingen die ich wissen muss bedrohlich zu. Lange ist es nicht mehr bis zur Prüfung.

Fluss_Mar16_HaselnussDie Haselnuss blüht wie verrückt (Bild links), allerdings muss ich von den Pollen ziemlich niesen. Schön sind die gelben Kätzchen allerdings trotzdem. Von genau diesem Strauch habe ich mir im Herbst einen Treiberstock geschnitten. Neben dem Busch gibt es ein kleines Plateau von dem man über den Fluss schauen kann, dort sitze ich im Sommer gerne und genieße die Abendsonne.

Fluss_Mar16_KornelkirscheDie Kornelkirsche (Bild rechts) blüht auch gelb und gehört zu den Hartriegel-Gewächsen. Außerdem ist sie ein Frühblüher, das heißt die Blüte entwickelt sich bevor die Blätter austreiben. Im Herbst trägt die Kornelkirsche rote Früchte. Ein anderer Frühblüher ist der Schwarzdorn, der allerdings schon nahezu verblüht war, als ich nach einem fototauglichen Exemplar suchte. Fluss_Mar16_SchleheIm Gegensatz zu Kornelkirsche und Schwarzdorn entwickelt der Weißdorn zunächst Blätter, bevor er Blüten bekommt (Bild links). Deutlich zu sehen sind die Dornen des Weißdorns. Zur Erinnerung: Dornen sind zurückgebildete Äste, Stacheln sind aufgesetzte Spitzen. Im Frühsommer ist der Weißdorn eine Bienenweide, im Winter dienen seine roten Früchte als Vogelfutter. Im Volksglauben wird der Weißdorn als die Wohnung der Elfen angesehen. Früher flochten die Menschen Haare, Wolle und Bänder in die zweige des Strauchs um die Elfen freundlich zu stimmen. Oft wurde der Weißdorn auch als Pflanze für Hecken um Häuser und Gehöfte verwendet, um seine Bewohner vor Hexen und bösen geistern zu schützen.

Fluss_Mar16_ZaunkönigNeben den Pflanzen habe ich auch einige Vögel vor die Linse bekommen. Rechts siehst du einen Zaunkönig, der vor lauter Nestbauen und herum fliegen meine Anwesenheit nicht bemerkt hat. Verständlich, denn der männliche Zaunkönig baut nicht nur ein Nest. Das Weibchen entscheidet nach eingehender Prüfung oft, dass das erste Nest nicht gut genug für sie ist, dann muss der unglückliche Mann ein weiteres Nest für sie bauen.

Fluss_Mar16_Stockente3Stockente und Stockerpel sind schon seit dem späten Herbst (November/Dezember) zusammen, sie überwintern gemeinsam und jetzt im März ist die sogenannte Reihzeit, die Paarungszeit der Enten. Der Name Reihzeit kommt daher, dass oft eine Schar Junggesellen-Erpel hinter der weiblichen Ente her fliegen und versuchen sich an Stelle ihres Partners mit ihr zu paaren.

Fluss_Mar16_Turmfalke

Oben in einer Baumspitze habe ich schließlich noch einen Turmfalken entdecken können (Bild rechts). Der Terzel, also der männliche Turmfalke, lässt sich an seinem grauen Kopf, den braunen getupften Schwingen und dem hellgrauen Stoß erkennen. Das Weib ist weniger auffällig gezeichnet. Da der Turmfalke, wie der Name schon sagt, zu den Falken gehört ist er ein Bisstöter, im Gegensatz zu den anderen Greifen, die Grifftöter sind. Sein Schnabel ist mit einem sogenannten Falkenzahn ausgestattet. Typisch für den Falken ist auch sein Rüttelflug, bei dem er auf der Stelle fliegt und von oben nach Beute Ausschau hält.Fluss_Mar16_Bussard
Neben dem Turmfalken konnte ich noch einen anderen Greif sehen und fotografieren, den Mäusebussard (Bild links). Er ist leicht an seinem Miauenden Schrei zu erkennen und an dem im Flug breit aufgefächerten Stoß, sowie den einzelnen Federn an den Schwingenenden. Er jagt oft von einem Ansitz aus oder gleich zu Fuß, seine Hauptbeute sind Mäuse und Amphibien.

Alles in allem hatte ich einen sehr interessanten Spaziergang und freu mich schon darauf, dass jetzt endlich weitere Bäume blühen und ausschlagen. Der Frühling ist wirklich eine wunderbare Jahreszeit.