Kriechender Hahnenfuß und Sumpfdotterblume

Als Kind dachte ich lange der Hanhenfuß und die Sumpfdotterblume seien die gleiche Pflanze und hießen Butterblume. Beide sind Teil der Familie Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse) und haben gelbe Blüten. Der Name Butterblume allerdings bezeichnet im Volksmund verschiedene gelb blühende Pflanzen, unter anderem auch Hahnenfuß und Sumpfdotterblume aber auch Löwenzahn und Trollblume.

Kriechender Hahnenfuß
Hahnenfuss_Mai15
Ranunculus repens

Fundort: Wiese

Fundzeit: Ende Mai

Kriechender Hahnenfuß ist eine Pionierpflanze, das heißt er wächst auch an Stellen an denen sich noch keine Vegetation gebildet hat. Solche Stellen entstehen zum Beispiel nach Erdrutschen, Bränden oder Vulkanausbrüchen. Bei Gärtnern gilt der Hahnenfuß als Unkraut, weil er sich durch seine weit verteilten und bis zu einem halben Meter tiefen Wurzeln schlecht jäten lässt. Sumpfdotterblume1_Mai15  Sumpfdotterblume2_Mai15

Sumpfdotterblume
Caltha palustris

Fundort: Schwarzes Moor

Fundzeit: Ende Mai

Die Sumpfdotterblume wächst, wie ihr Name schon sagt, in Sümpfen und Auen. Sie gilt in Deutschland als gefährdet, weil durch Begradigungen von Flüssen und Bächen, sowie dem Trockenlegen von Wiesen ihr Lebensraum verloren geht. In der Volksmedizin gilt die Sumpfdotterblume als heilsam gegen Knochenbrüche, Hautkrankheiten und Menstruationsbeschwerden. Dem Volksglaube zufolge kann sie Dämonen abwehren und an das Vieh verfüttert die Butter schön gelb färben. Tatsächlich ist die Sumpfdotterblume schwach giftig. Freiwillig wird sie von Kühen und Schafen nicht gefressen.

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