Jagdhunderassen (Teil2) – Bracken oder Laufhunde

Etwas verspätet setzte ich nun meine Jagdhunderassen-Serie mit den Bracken fort. Die Bracken werden auch Laufhunde oder jagende Hunde genannt und gehören vermutlich zur ältesten Form der Jagdhunde. Die Brackenjagd oder das Brackieren zeugt noch von dieser alten Form des Jagens: Eine Bracke oder eine Meute Bracken verfolgt dabei einen Hasen. Der Hase läuft auf der Flucht immer in einem Bogen zurück in sein Revier. Dort wartet der Schütze der ihn zur Strecke bringt. Diese Art des Jagens ist in Deutschland heute sehr selten, braucht es doch ein Revier das größer ist als 1.000 Hektar. In Skandinavien, Frankreich und der Schweiz ist das Brackieren üblicher als hier.

Bracken arbeiten heute üblicherweise vor dem Schuss. Allgemein werden Laufhunde eingesetzt um durch spurlautes, ausdauerndes Verfolgen dem Jäger das Wild unter die Flinte zu treiben. Im Grunde haben sich die Bracken zu vielseitigen Waldgebrauchshunden entwickelt, der sich durch Spurwille, Spursicherheit, Ausdauer und Spur- bzw. Fährtenlaut auszeichnet.

Deutsche Bracke (DBr)

Die Deutsche Bracke oder Olper Bracke ist eine der letzten verbliebenen ursprünglichen Brackenrassen. Sie ist hochläufig, rot/gelb mit schwarzem Sattel und weißen Abzeichen. Heute wird sie häufig bei Bewegungsjagden verwendet, selten noch zum Brackieren.

Westfälische Dachsbracke (WDBr)

Optisch ist die Westfälische Dachbracke der kleine Bruder der Deutschen Bracke, eben kleiner und leichter. Beide sind in einem Zuchtverband zusammengeschlossen, dem Deutschen Bracken-Club. Die Westfälische Dachsbracke ist auf Grund ihrer Größe auch in kleineren Revieren einsetzbar.

Brandlbracke (BrBr)

In ihBon toutourem Herkunftsland, Österreich, wird die Brandlbracke wegen ihrer Färbung auch Vieräugel genannt. Heute wird sie häufig als Schweißhund geführt und einige wenige Exemplare sind außerhalb der Jagd als Rettungshunde mit Schwerpunkt Mantrailing unterwegs. [Foto von Herve1729 (Image:Brandlbracke.JPG by Steffen Heinz (Caronna)) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons]

Tirolerbracke (TBr)

Kleiner aber eng mit der Brandlbracke verwandt ist die Tirolerbracke. Ihr Fell kann rot, schwarz-rot, dreifarbig oder rotgelb gefärbt sein. Auch die Tirolerbracke wird häufig als Schweißhund geführt.


Steirische RauhhaarbrackeSteirische Rauhaarbracke (StRBr)

Die Steirische Rauhaarbracke, auch nach ihrem ersten Züchter Peintingerbracke genannt, ist die einzige Bracke die nicht stockhaarig sondern rauhaarig ist. Ihr Fell ist fahlgelb. Wie bei fast allen Bracken, Beagle ausgenommen, fallen nur sehr wenige Welpen dieser Rasse pro Jahr. [Für den Autor, siehe [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, via Wikimedia Commons]

Schwarzwildbracke (Kopov)

Optisch ähnelt der Kopov der Brandlbracke, ist jedoch etwas kleiner und leichter. Der Name Schwarzwildbracke weist auf die Verwendung als Stöberhund auf Schwarzwild hin. Ursprünglich stammt der Kopov aus der Slowakei.

Beagle (Bg)

Beagle Fond BlancWohl die bekannteste aller Bracken ist der Beagle, kennt doch nahezu jeder den Hund Snoopy von den Peanuts. Der Beagle ist ein in England gezüchteter Meutehund. Er ist spurlaut und ihm fehlt die Wildschärfe. Mit anderen Hunden sind Beagle als Meutehunde sehr verträglich. Diese Eigenschaft und ihre geringe Größe macht sie leider auch zu beliebten Hunden für Tierversuche. Heute leben viele Beagle als Familienhund, doch die „Nase auf vier Beinen“ braucht dringend Beschäftigung, sonst geht der sture Beagle nämlich ohne seine Besitzer oft stundenlang allen möglichen Spuren nach und ist nicht einzufangen. [Foto von Desaix83, d’après le travail de Sannse [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons]

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